elearning Fotografie von Dennis Kleine | Objektive  Allgemines zu Objektiven

Jedes Objektiv besteht aus einer Vielzahl von Linsen, jedoch verhalten sich all diese Linsen im Grunde wie eine einzelne Linse mit einer bestimmten Brennweite. Einige der Linsen haben nur den Zweck Abbildungsfehler zu korrigieren bzw. wie bei dem Zoom-Objektiv die Brennweite zu verändern.




elearning Fotografie von Dennis Kleine | Zoom-Objektiv  Das Zoom-Objektiv

Zoomobjektive zeichnen sich durch Vereinigung mehrerer Brennweiten in einem Objektiv aus. Zum Beispiel ist es möglich mit einem 28 - 70 mm Zoomobjektiv Aufnahmen im Bereich 28mm, sowie im Bereich 70mm zu machen. Dadurch sind Zoomobjektive sehr variabel und bieten für jede Gelegenheit eine Brennweite. Jedoch haben Zoomobjektive oft nur eine geringe Lichtstärke, und zudem ist diese nicht im ganzen Brennweitenbereich gleich. Das heißt, je größer die Brennweite, desto geringer wird die Lichtstärke. Dies verdeutlichen oft die Angaben auf den Objektiven selbst, die wie folgt aussehen können. 1 : 4-5.6 70 - 200mm bedeutet, dass das Objektiv bei einer Brennweite von 70mm eine Lichtstärke von 4 hat, die Lichtstärke sich aber bei zunehmender Brennweite verschlechtert, sodass man bei einer Brennweite von 200mm nur noch eine Lichtstärke von 5.6 zur Verfügung hat. Dabei verändert sich aber nicht nur die größte einstellbare Blendenöffnung, sondern auch alle anderen Blendenwerte verschieben sich auch. Die optische Qualität von Zoomobjektiven gegenüber Festbrennweiten ist deutlich schlechter und hängt mit den zahlreichen Glas-Luft-Übergänge innerhalb des Objektivs zusammen. Dies äußert sich in einer schlechten Brillanz, was bei Gegenlicht zu flaueren Bildern führt. Da die Schärfeeinstellung an die verschiedenen Brennweiten angepasst sein muss, ist es bei Zoomobjektiven nicht möglich sehr nah an das Motiv heran zu gehen, jedoch geben viele Hersteller eine Mindestentfernung zum Motiv an. Zoomobjektive haben mehrere Nachteile, sind aber durch ihre Flexibilität für verschiedene Anwendungen bestens geeignet.

Übliche Brennweiten:

Weitwinkelzooms: Bsp.: 24-35mm

Telezooms: Bsp.: 75 - 210 mm

Normalzooms: Bsp.: 28 -80 mm

Extremzooms: Bsp.: 28 -200mm




elearning Fotografie von Dennis Kleine | Objektive mit fester Brennweite  Objektive mit fester Brennweite

Objektive mit fester Brennweite haben im Gegensatz zu den Zoomobjektiven eine feste Brennweite, die nicht verändert werden kann. Dadurch sind diese Objektive nicht sehr flexibel, bieten aber eine Reihe von Vorteilen die sie für Profifotografen interessant machen, den der Wechsel von Brennweiten kommt viel seltener vor als man denkt. Objektive mit fester Brennweite haben oft eine viel bessere Bildqualität, da sie nur wenige Linsen, also Glas-Luft-Übergänge besitzen. Des weiteren gibt es Objektive mit fester Brennweite die eine deutlich bessere Lichtstärke aufweisen als z.B. Zoomobjektive. Allgemein ist zu sagen, das Objektive mit fester Brennweite oft spezialisierter sind und daher über eine bessere Qualität verfügen.




elearning Fotografie von Dennis Kleine | Tele-Objektiv  Das Tele-Objektiv

Teleobjektive könnte man mit Ferngläsern vergleichen, man kann entferntere Objekte vergrößert betrachten bzw. fotografieren. Jedoch geben Teleobjektive dem Bild eine flachere und komprimiertere Perspektive. Auf den ersten Blick sieht man also daß das Motiv vergrößert wird. Aufgrund dieser Tatsache werden Teleobjektive oft eingesetzt, um aus großen Distanzen, die man vielleicht nur schlecht überwinden kann, formatfüllende Aufnahmen zu machen. Man darf dabei aber nicht vergessen, daß sich die Perspektive (Raumdarstellung) in solchen Bildern, von der aus "normalen" Bildern völlig unterscheidet. Der Hintergrund erscheint im Verhältnis zum Vordergrund viel größer. Diese Bilder vermitteln einen viel kompakteren und dichteren Eindruck, es fehlt das Raumgefühl. Die Lichtstärke der Teleobjektive ist oft eher schlecht. Für Teleobjektive mit einer guten Lichtstärke, wie sie oft von Sport oder Pressefotografen eingesetzt werden, muß man sehr viel Geld auf den Tisch legen.

Übliche Brennweiten:

300mm, 400mm, 500mm, 600mm, 700mm, 800mm




elearning Fotografie von Dennis Kleine | Weitwinkel-Objektiv  Das Weitwinkel-Objektiv

Weitwinkelobjektive sind Objektive die einen größeren Bildwinkel haben als unser menschliches Sehfeld (mehr als etwa 60°). Für Kleinbild sind das Brennweiten von unter 40 mm. Ein Effekt dieser Objektive, das gerade Linien im Randbereich krumm erscheinen, wird durch korrigierte Weitwinkelobjektive verhindert. Ein weiterer Effekt dieser Objektive ist die starke Betonung des Vordergrunds. Durch die kürzere Brennweite ist der Abstand Film/Sensor zum Objektiv sehr kurz und durch den größeren Bildwinkel werden die Objekte kleiner abgebildet als bei einer Aufnahme mit einer Normalbrennweite. Die Bilder wirken auf den ersten Blick unverzerrt, doch lassen sich bestimmte Probleme aufgrund der Konstruktion nicht verhindern. Die Lichtmenge die auf den Film trifft, wird zu den Bildecken hin geringer (Vignettierung) und außerhalb der Bildmitte befindliche Kreise werden zur Ecke hin eiförmig verzerrt.

Übliche Brennweiten:

8mm, 10mm, 14mm, 20mm usw.



Dieser e-Learningkurs zum Thema der Fotografie war eine Projektarbeit des Fachs Medientechnik.

http://www.dennis-kleine.com

Literatur: MediaFotografie analog & digital von Thomas Walter