elearning Fotografie von Dennis Kleine | Sucherkameras  Sucherkameras

Sucherkameras gibt es in analoger sowie digitaler Form und zeichnen sich oft durch eine sehr kompakte Bauweise aus. Sie besitzen einen "Sucher", der im Prinzip ein kleines Fenster darstellt, durch dieses man am Objektiv vorbei das Motiv betrachtet. Viele dieser Sucher sind auch mit kleinen Linsen ausgestattet, jedoch kann man durch diese Sucher den tatsächlichen Bildausschnitt der letztlich auf dem Bild zu sehen sein wird, nur erahnen. Es gibt heutzutage aber auch Suchermodelle, die sowohl die Brennweite des verwendeten Objektivs als auch den "Parallaxenfehler" (siehe unten) berücksichtigen. Bei digitalen Sucherkameras, die eine Live-Vorschau auf einem digitalen Display erlauben, ist dies jedoch weniger ein Problem, da sich das Bild auf dem Display dem tatsächlichen Bildausschnitt relativ gut annähert.

Parallelaxenfehler

elearning Fotografie von Dennis Kleine | Paralellaxenfehler


Analoge Sucherkameras sind in den meisten Filmformaten erhältlich, der überwiegenden Großteil sind aber Kleinformatkameras. Da die meisten Sucherkameras in der Kompaktklasse angesiedelt sind, handelt es sich hierbei oft um sehr preiswerte und einfache Modelle. Viele haben ein festes Objektiv mit nur einer Brennweite und schlechter Lichtstärke. Die Belichtungseinstellung sowie die Schärfeinstellung übernimmt die Kamera oft automatisch. Es gibt zwar auch solche, die mit "richtigen" Objektiven ausgestattet sind, bei denen man zumeist auch den Zoom und die Schärfe einstellen kann, jedoch kommen sie alle nicht an die Flexibilität und Qualität einer Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiv heran.




elearning Fotografie von Dennis Kleine | Spiegelreflexkameras  Spiegelreflexkameras

Im Gegensatz zu den Sucherkameras ist es bei Spiegelreflexkameras möglich, den Bildausschnitt ohne Parallaxenfehler zu betrachten, da man direkt durch das Objektiv schaut. Hinter dem Objektiv und vor dem Verschluß ist ein Spiegel eingebaut, der das einfallende Licht reflektiert und auf eine Mattscheibe projiziert. Über der Mattscheibe befindet sich ein Prisma, welches das Bild in der Art spiegelt, daß es durch den Sucher aufrecht und seitenrichtig zu sehen ist. Erst im Moment der Aufnahme wird der Spiegel hochgeklappt, der Verschluss geöffnet, und das Licht fällt auf den Film/Sensor. Durch diese Konstruktion ist es nicht nur möglich geworden, den Bildausschnitt genau zu erkennen, sondern auch die Schärfentiefe genau so zu sehen, wie sie später im Bild erscheint. Bei fast allen Spiegelreflexkameras kann man die Objektive wechseln und somit eine neuen Bildausschnitt erhalten (siehe Brennweite und Objektive). Jedoch ist zu beachten, daß der Bajonettverschluß von Hersteller zu Hersteller variieren kann. Der Bajonettverschluß stellt die Verbindung von Objektiv und Kameragehäuse dar und ermöglicht es, Objektive flexibel wechseln zu können, vorausgesetzt die Objektive, die verwendet werden, sind alle vom gleichen Hersteller und für die Kamera geeignet.

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Dieser e-Learningkurs zum Thema der Fotografie war eine Projektarbeit des Fachs Medientechnik.

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Literatur: MediaFotografie analog & digital von Thomas Walter