Allgemines zu Filmformaten
Unter dem Filmformat versteht man die Größe des Bildes auf einem Trägermedium wie z.B. dem Negativ. Als Faustregel gilt: je größer das Format des Trägermediums, desto besser ist die Qualität, sprich der Vergrößerungsfaktor.
Der Vergrößerungsfaktor bezeichnet den Faktor der nötig ist um das Negativ auf eine gewisse Größe zu vergrößern. Z.B. muß das Kleinbildnegativ (24mm x 36mm) um den Faktor 5,4 vergrößert werden, damit man einen Abzug in 13cm x 18cm Größe erhält. Verwendet man das Mittelformat (60mm x 60mm) dann benötigt man nur einen Faktor von 2,2. Vergrößert man ein Negativ zu stark, so wird die Körnung des Bildes sichtbar und ergibt somit kein schönes Bild für den Betrachter. Diese Vergröberung des Bildes wird bei Mittelformat, im Gegensatz zum Kleinbildformat, erst bei größeren Bildern sichtbar. Daher haben größere Filmformate auch eine bessere Qualität.
Das Kleinbildformat
Das Kleinbildformat ist das am meisten verbreitetste Filmformat, zu dem es eine Vielzahl von Kameratypen für verschiedene Anwendungszwecke gibt. Die Negative sind 24mm x 36mm groß und erlauben qualitativ sehr hochwertige Vergrößerungen, jedoch sollte man sie nicht über eine Größe von A1 vergrößern, da das Ergebnis sonst unbefriedigend sein könnte. Kleinbildfilme nennt man häufig auch 135er. Eine Variante der Kleinbildkameras sind die sogenannten Halbformatkameras. Die Negative dieser Kameras sind 18mm x 24mm groß, also gerade die Hälfte des Kleinbildformats, und liegen im Hochformat auf dem Film. Dadurch gehen natürlich auch doppelt so viele Bilder auf einen Film. Durch die geringere Größe des Negativs, bieten Negative der Hochformatkameras eine geringere Qualität als normalen Kleinbildnegative.
Das Mittelformat
Das Mittelformat ist ein Format, das eher von "Profis" genutzt wird, da die Kosten für Kamera und Filme deutlich höher sind als bei dem Kleinbildformat. Dieses Format hat eine Breite von 60mm (genau genommen etwas kleiner, 56mm). Die Größe der anderen Kante kann variieren, jedoch ist der Standart 60mm x 60mm (es gibt aber auch 60mm x 45mm). Die Filme dieses Formats werden häufig, aufgrund der Art wie der Film in die Kamera eingelegt wird, auch Rollfilm genannt. Bei diesem Format gibt es zwei unterschiedliche Sorten von Filmen, den Typ 120, auf den 12 Bilder der Größe 60mm x 60mm passen, und den Typ 220, auf den 20 Bilder von der Größe 60mm x 60mm passen.
Das Großformat
Großformat- oder auch Fachkameras bieten die beste Qualität, sind aber sehr teuer unhandlich und nicht leicht zu bedienen. Ein Grund für die hohe Qualität ist neben der Negativgröße (4" x 5" , 8" x 10"), auch die vielseitigen Einstellungsmöglichkeiten. Eine Fachkamera besteht aus der Vorderseite, an der das Objektiv befestigt ist, einem flexiblen Balgen in der Mitte, und der Mattscheibe bzw. dem digitalen Sensor auf der Rückseite. Während bei normalen Kameras das Gehäuse starr ist und das Fokussieren nur über das Objektiv möglich ist, kann bei Fachkameras das Gehäuse in sich bewegt werden. Sowohl Vorder- als auch Rückseite können in x- und y-Richtung verschoben und um einen bestimmten Winkel geneigt werden. Mit diesen Einstellungsmöglichkeiten ist es möglich einzigartige Fotografien, die mit normalen Kameras nicht möglich wären, zu erstellen. Jedoch eignet sich die Fachkamera nur für stillstehende Objekte und ist somit eine stark spezialisierte Kamera, die nur von Profis genutzt wird.
Das digitale Format
Das digitale Format entspricht bei vielen Systemen dem Kleinbildformat, also einem Seitenverhältnis von 2 : 3. Es gibt aber auch Sensoren, die der Größe des Mittelformats entsprechen und 22 Megapixel besitzen. Diese Sensoren werden aber nur im Profibereich mit Fachkameras oder Mittelformatkameras eingesetzt. Die Qualität eines digitalen Bildes hängt jedoch von der absoluten Anzahl der Pixel auf einem Sensor ab. Die Qualität kann nun durch die Anzahl der horizontalen und vertikalen Pixel oder deren Produkt angegeben werden. Für Ausdrucke ist die Zahl der Pixel je Längeneinheit z.B. ppi oder dpi ausschlaggebend.Es folgen nun einige Beispiele, die für die gängigen Pixelzahlen die maximale Größe von Ausdrucken angeben, bei denen die Qualität noch akzeptabel ist.
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Pixelzahl 1,5 Megapixel 2,1 Megapixel 3,1 Megapixel 4,3 Megapixel 6,0 Megapixel |
Sensorgröße 1024 x 1360 1200 x 1600 1536 x 2048 1800 x 2400 2008 x 3032 |
Ausdrucke in guter Qualität 9 x 13 10 x 15 13 x 18 20 x 30 30 x 45 |
Ausdrucke in ausreichender Qualität 10 x 15 13 x 18 20 x 30 30 x 45 40 x 50 |
Als digitales Format könnte man jedoch auch die Dateiformate bezeichnen, die im Vergleich zur Analogfotografie ein entwickeltes Negativ, von dem ein Abzug gemacht wurde, darstellen. Das wichtigste Dateiformat in der digitalen Fotografie stellt das so genannte raw-Format dar, welches die Rohinformationen der einzelnen Pixel enthält (also das digitale Positiv). Je nach Hersteller kann die Bezeichnung (Abkürzungen wie raw) des Rohformats variieren, z.B. .crw oder .cr2 von Canon, .nef von Nikon, .mrw von Konica-Minolta, .srf von Sony, .orf von Olympus und .dcr von Kodak.